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Montag, 19. März 2007

Sahaja Yoga in der Schule

Saint Francis Xavier, eine christliche Schule in Canberra, kontaktierte die dortigen Sahaja Yogis mit der Bitte, Meditationskurse für eine Gruppe problematischer Buben anzubieten, von denen mehrere unter dem ADHD (Hyperaktivitäts) Syndrom und einer unter dem Asperger Syndrom litten.

Die Buben waren 13 – 14 Jahre alt und wurden im Rahmen eines speziellen Programms, das „Backyard Blitz for Boys“ hieß, als „ernste Fälle“, die einer sofortigen Intervention bedurften, eingestuft.

Die Meditationen dauerten 30 Minuten und fanden ein Mal wöchentlich, 8 Wochen lang statt. Treffpunkt war die Schulkapelle. Am ersten Tag marschierten ein paar Burschen hinein und fragten ob das hier „Backyard Blitz for Boys“ sei. Diese Frage hat uns anfänglich etwas verwirrt, weil wir nicht gewusst haben, dass es der Name für den Meditationskurs war.

Wir bereiteten für jeden Schüler und auch die zwei Lehrer je ein Wasserschaffel für das Fussbad vor. Der unaufhörliche Wasserstrom, in dem Schaffel aus dem Lehrerzimmer hinausgetragen wurden, zog viele verwunderte Blicke seitens der Schüler und der Lehrer auf uns.

Während des ersten Meditationszyklus erreichten die Buben einen dermaßen hohes Niveau an Ruhe und Selbstbeherrschung, dass die Lehrer schlichtweg begeistert waren. Sie sagten, dass sie sich solche Resultate erst am Ende des Semesters erhofft hatten. Als die anderen Lehrer hörten, wie ruhig sich die Buben während der Meditation verhielten, schlugen sie scherzhaft vor, Schaffel mit salzigem Wasser unter alle Klassentische zu stellen. Die Lehrer fühlten ebenfalls die positive Wirkung der Meditation. Sie nahmen es sehr ernst, fragten die Buben nach ihren Erfahrungen, wollten wissen, was für sie am überraschendsten war und was ihnen am schwersten gefallen ist. Manche der Burschen meinten, dass der für sie beste Teil die Affirmation: „Ich bin nicht schuldig“ war.

Am Ende des Semesters wird es eine Party geben und die Lehrer haben uns bereits vorgewarnt, dass wir dann erst mal sehen werden, wie laut und störend die Burschen normalerweise sind.
Kay Alford und Neroli Markus


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